Freie Medienakademie XXVII

Wochen-Bericht: 9. bis 15. Mai. Mit einem kritischen Blick auf den Corona-Widerstand, einer Geburtstagsfeier und einem Veranstaltungstipp.
Freie Medienakademie XXVII

Ich bin noch ganz kaputt – und zugleich beseelt und voller Energie. Vier Tage Kompaktkurs Journalismus. Das bedeutet: vier Tage bis in den Abend über einen Berufsstand zu diskutieren, der seinen Kompass verloren hat und oft nicht mehr weiß, was es heißt, Reporter oder Redakteur zu sein. Raus ins Leben, raus zu den Menschen. Neugierig sein, sich überraschen lassen und aufschreiben, was man gesehen, gehört, gelernt hat. Öffentlichkeit herstellen.

Unser Kurs ist da nur ein Tropfen auf den heißen Stein. 16 Menschen, Mitte 20 bis Mitte 60, von denen manche noch nicht einmal wissen, ob sie den Sprung ins Feld wagen. Aber immerhin: Das Fundament ist gelegt. Wir haben Nachrichten geschrieben, Interviews, Überschriften, Teaser. Wir haben an der Sprache gefeilt und den Sinn für das geschärft, was spannend sein könnte. Und wir haben Themen gefunden, die danach rufen, bearbeitet zu werden, Recherchepläne inklusive. Vielleicht wird aus dem einen oder anderen ein Text, den Sie dann hier im Newsletter finden.

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Texte

Fünf Jahre Auf1. Mein Bericht über die Feier im österreichischen Niemandsland. 600 Gäste, Prominenz auf der Bühne und eine Redaktion, in der auch Menschen ohne Uni-Abschluss arbeiten.

Sendboten des Teufels. Beate Broßmann rezensiert „Todeskult“ von Karl Pongracz. Untertitel des Buchs: „Pandemie, Krieg, Klimakatastrophe und Geschlechterwahn. Transhumanismus obendrein“.

Was Sandmann nicht sieht. Eine Reaktion auf den Artikel „Weiße Sneakers“. Beate Strehlitz und Dieter Korbely, beide einst in einem Kompaktkurs, über Unterwanderung und kontrollierte Opposition.

Abgezapft (und abgewrackt). Spritpreise und überhaupt. Sven Brajer berichtet über die Lage in Ostdeutschland.

Schreiben von unten. Ein monumentaler (also: langer) Text, mit dem Michael Sailer zum Feiertag auch unsere Kursteilnehmer ermutigt hat. Botschaft: Man kann auch jenseits von Literaturbetrieb und großen Redaktionen zu einem Autor von Format werden.  

Zurück zur Unmündigkeit. Eugen Zentner blättert am Medien-Tresen im Magazin „PromptPro“ (gibt es wirklich) und zeichnet eine KI-Dystopie, die fast schon Gegenwart ist. Auf die Leserbriefe antwortet Eugen am Montag.

Videos

Das neue Gespräch mit Gerd Reuther, letzte Woche schon angekündigt, ist online. Thema: 300 Jahre Impfgeschichte, Tenor: Das Risiko war immer größer als der Schutz. Wie immer bei Reuther mit Zweifeln, Widerspruch, Beschimpfungen in den Kommentaren. Der Kanalbetreiber in mir konnte den Wahrheitskomplex live bei der Arbeit beobachten. Ein Dialog mit einem Reuther-Fan, in dem es auch um Shadowban und Zensur ging, war von einer Sekunde auf die andere weg und kam nicht wieder.

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Kurse

Wer auch über einen Kompaktkurs bei uns in den Journalismus will: Es gibt eine Neuauflage. Tipp: vor der Mail die Bewerbungsmodalitäten lesen. Alle Termine:

24. bis 27. September 2026: Interview

8. bis 11. Oktober 2026: Journalismus-Retreat

10. bis 14. März 2027: Kompaktkurs Journalismus

8. bis 11. April 2027: Intellektuelle Selbstverteidigung

Außerdem jederzeit (wochentags, Anfragen per Mail): Still bleiben, dagegenhalten, weglaufen? Wie wir im Gespräch bleiben.

Sonstiges

Für alle in München und Oberbayern: Am 19. Mai (Dienstag) stelle ich mit Herausgeber Günter Roth das Buch „Mut zum Widerspruch“ vor. Movimento, Neuhauser Straße 15, 19.30 Uhr, Eintritt frei.  

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